Tierkommunikation (2 - Ein Erklärungsversuch)

Bevor ich dir die ersten Übungen zum Erlernen der Tierkommunikation zeige, möchte ich dir gerne näher erklären, was sich hinter diesem Begriff verbirgt.

Da ich in meinem Buch “Sanfte Lehrer” im ersten Kapitel “Die Geheimnisse der nonverbalen Kommunikation” ausführlich über dieses Thema geschrieben habe, findest du hier einen kleinen Auszug …

“Um die vielen Worte aus der Tierwelt richtig verstehen zu können, ist es wichtig, sich vorab ein paar Gedanken darüber zu machen, wie Kommunikation eigentlich funktioniert. Wie ist es möglich, mit einem Tier über Lebensweisheiten zu reden, wo es doch nicht über die Fähigkeit verfügt, Worte in unserer Sprache zu artikulieren?

Allgemein kann Kommunikation auf ganz unterschiedlichen Ebenen stattfinden. Ein Beispiel wäre die Körpersprache. Mit der Körpersprache signalisieren uns unsere Haustiere ganz offensichtlich, wie es ihnen geht und andersherum lesen sie meist unsere Körperhaltung ganz genau, um zu erfahren, was Herrchen und Frauchen so denkt und was ihnen auf dem Herzen liegt. Diese Art der Kommunikation kann für uns zweifelsohne sehr faszinierend sein und uns viel über die Welt der Tiere verraten, aber sie ist bei Weitem nicht der einzige Weg. Die Verständigungsmöglichkeit, über die ich hier berichten möchte, heißt „Tiertelepathie“.

Telepathie? Sicherlich für viele ein Fremdwort, das sie nur wenig in ihr Weltbild einordnen können. Ich gebe zu, es ist nicht einfach, diese Art der Kommunikation zu beschreiben oder gar zu verstehen. Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft können Phänomene wie Telepathie nicht erklärt werden und über den Übertragungsweg der Botschaften wird lediglich spekuliert. Aber ist es so entscheidend zu wissen, wie Telepathie funktioniert? Was bringt es uns beispielsweise beim Radiohören, wenn wir genau wissen, wie Schall übertragen wird? Beeinflusst dieses Wissen unser Hören in irgendeiner Weise? Ein kleines Kind, das keinerlei Ahnung hat, wie das Geräusch im Radio entsteht, wie es an sein Ohr dringt und wie es von Gehör und Gehirn verarbeitet wird, kann trotzdem wunderbar Radio hören – nicht besser und nicht schlechter als ein Physiker, der genau über die Übertragung solcher Wellen Bescheid weiß. Die Qualität unseres Hörens wird also von einem Wissen über das Wie wenig beeinflusst. Genauso ist es auch bei der Telepathie. Es ist mir nicht möglich, Ihnen wissenschaftlich fundiert zu erklären, wie es funktioniert, aber dies ändert nichts an der Tatsache, dass es funktioniert!

Telepathie ist ein Übermitteln von Worten, Gedanken, Bildern und Gefühlen. Zum Verstehen dieser Botschaften brauchen wir weder unsere Augen, noch unsere Ohren oder sonstige unserer irdischen Sinnesorgane. Das Einzige, was wir brauchen, ist unser Herz und unsere Seele. In der Tierkommunikation findet der Austausch immer direkt von Seele zu Seele statt. Um also die Stimme der Tiere hören zu können, müssen wir vor allem Zugang zu unserer eigenen Seele haben und die Fähigkeit der „Herzenssprache“ wiedererlangen, dazu aber später noch mehr.

Die Telepathie ist somit also etwas völlig Normales. Sie ist die Ursprache aller Geschöpfe und die Fähigkeiten dazu liegen in jedem von uns. Kein einziges Wesen auf dem Planeten Erde hat es verlernt, per Gedankenübertragung zu kommunizieren, ausgenommen der Mensch.

In den letzten Jahrhunderten haben wir uns auf einen Weg gemacht, der uns alle von unseren ursprünglichen Fähigkeiten weit entfernt hat. Viele betrachten die Entwicklung unserer Gesellschaft als einen großen Gewinn. Sie sind stolz auf zahlreiche neue Erfindungen, die uns das Leben einfacher und bequemer gemacht haben. Ich hingegen sehe viele als einen weiten Rückschritt an. Wir waren immer weniger darauf angewiesen, im Einklang mit der Natur zu leben und wir räumten der Hektik in der Gesellschaft den Weg frei. In dieser schnelllebigen Zeit wurde der Weg der Telepathie verbaut, indem die Herzen der Menschen verschlossen wurden.

Außerdem existierte ab sofort nur noch das, was man beweisen oder erklären konnte. Daher glaubten in der Moderne die wenigsten an Telepathie. Sie verlor immer mehr ihre Bedeutung und durch Erfindungen, wie zum Beispiel das Telefon, war nun auch eine Kommunikation mit der Sprache über weite Entfernungen hinweg möglich.

Wir haben also eine Art Schleier über die ursprüngliche Kommunikation gelegt. Das ist auch der Grund, warum heute durch die Sprache so viele Missverständnisse entstehen. Vor vielen Jahren stand hinter jedem ausgesprochenen Wort noch ein Gefühl oder ein Bild, das telepathisch mit übertragen wurde. Der gesprochene Text und die übermittelte Botschaft haben sich also ergänzt und Missverständnisse eher zur Seltenheit gemacht. Heute nutzen die wenigsten diese ergänzende Möglichkeit und Verständigungsprobleme werden dadurch deutlich häufiger, was ein Zusammenleben in Harmonie nicht gerade einfacher gestaltet!

Tiere stellen diese Veränderung in der Gesellschaft durchaus fest. Zeit also für ein erstes Tierzitat! …

 

Nachtrag:

Teil eins ("Das Herz der Tiere") hier
Teil zwei („Tierkommunikation – ein Erklärungsversuch“) hier
Teil drei  („Wie kommunizierst du?“) hier
Teil vier (“ Tierkommunikation – Dein Weg geht weiter …“) hier
und Teil fünf (“Meditation: Nehme die Verbindung auf” ) hier

 

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