Affirmationen gekonnt anwenden (6)

Wie ich in meinem gestrigen Blog-Eintrag bereits angekündigt habe, ist es mit dem alleinigen Sprechen von Affirmationen meist nicht getan. Positiv formulierte Sätze in einer meditativen Haltung zu spreche, ist einfach und leicht. Den wahren Prüfungen werden wir im Alltag gestellt. Es wird nicht selten vorkommen, dass du dich dabei ertappst, nach dem alten Muster gehandelt zu haben.

Wie geht man damit am besten um und wie gelingt es in diesen Momenten positiv zu denken und sich selbst dennoch nicht zu belügen? Dieser Frage möchte ich heute gerne mit dir gemeinsam auf den Grund gehen. Ich werde dir zeigen, wie du es mit einem einfachen Trick schaffst, dein Leben wirklich in die Hand zu nehmen.

Nehmen wir einmal an, du hast gerade gemerkt, dass du wieder nach deinem alten Muster gehandelt hast. Du hast nun im Prinzip drei grundlegende Möglichkeiten:

Möglichkeit eins:

Du ärgerst dich über dich selbst und wirst frustriert, dass deine täglichen Affirmationen keinen Nutzen haben. Mit dieser Verhaltensweise schwächst du zum einen deinen positiven Satz (Er bringt ja eh nichts…) und zum anderen stärkst du dein altes negatives Programm, weil du mit deiner Aufmerksamkeit all deine Energie dort hinlenkst.

Diese Möglichkeit ist meiner Einstellung nach die schlechteste ;-)

Möglichkeit zwei:

Du belügst dich, indem du dir einredest, dass du gar nicht nach deinem alten Muster gehandelt hast. Ohne auch nur im geringsten dein “Fehlverhalten” (ich weiß, eigentlich gibt es keine Fehler…) zu beachten, bleibst du mit deiner Aufmerksamkeit bei deiner positiven Affirmation.

Mit diesem Verhalten bewirkst du zwar, dass das negative Programm auf den ersten Blick weiter geschwächt wird, indem du ihm die Aufmerksamkeit entziehst und dass deine positiven Affirmationen gestärkt werden, weil dein Fokus ganz kontinuierlich darauf gerichtet bleibt, aber du belügst dich selbst.

Mit solch einem Spiel lässt sich dein Unterbewusstsein nicht austricksen. Es wird sehr schnell bemerken, dass du dir selbst etwas vorspielst. Es wird deiner Affirmation keinen Glauben mehr schenken und du wirst dich Stück für Stück mehr von deinem wahren ich entfernen. Du erzeugst Zwang, Druck, Kontrolle und alles andere als Freude und Leichtigkeit.

Du belügst dich und bist nicht ehrlich zu dir selbst. Behandelt man so einen Menschen, den man liebt?

Möglichkeit drei:

Wir müssen also ganz offensichtlich einen Weg zwischen der Möglichkeit eins und zwei finden.

Dies gelingt dir indem du im ersten Schritt dein Verhalten und deine Gefühle so annimmst, wie sie sind. Behandle deine Gedanken und Emotionen nicht wie ein Feind.  Sie sind ein Teil von dir und wenn du sie bekriegst, so bekriegst du einen Teil von dir. Du bist ein Mensch und niemand verlangt von dir, dass du deine Gedanken und Gefühle unter Kontrolle haben musst. Höre bitte auf, dich zu kontrollieren! Kontrolle ist das Gegenteil von Leichtigkeit und wie ich schon so oft geschrieben habe, so ist die Leichtigkeit der schnellste und einfachste Weg für Erfolg.

Nehme deine Gedanken der Gegenwart also liebevoll an und sollten sie zu deinem alten Programm gehören, dann spricht einfach zu ihnen und bedanke dich dafür, dass sie dir gezeigt haben, dass es noch ein Stückchen Transformationsarbeit gibt. Anschließend verabschiede sie und lass sie weiterziehen.

Im Anschluss spreche deine positive Affirmation genauso, wie ich es dir gestern erklärt habe.

Indem du so handelst, bist du ehrlich zu dir selbst und erzeugst kein ernsthaftes Gebilde des Zwangs in deinen Gedanken. Du lässt fließen…

Und Veränderung geschieht ja bekanntlich immer im Fluss und in der Bewegung.

Ich wünsche dir nun viel Erfolg mit diesem “Handwerkszeug”

Johanna

 

Nachtrag:

Teil eins der Serie zu Affirmationen findest du hier.

Teil zwei der Serie zu Affirmationen findest du hier.

Teil drei der Serie zu Affirmationen findest du hier.

Teil vier der Serie zu Affirmationen findest du hier.

Teil fünf der Serie zu Affirmationen findest du hier.

Teil sechs der Serie zu Affirmationen findest du hier.

Informationen zu dem wirkungsvollsten Teil "Ich erlaube mir ..." hier.


Buchempfehlung zum Thema:
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Bildquelle: Monika Tugcu / pixelio.de

 

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